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Erfolgreiche Junior-Züchter im Beisein von Matthias Schäfer
Erfolgreiche Junior-Züchter im Beisein von Matthias Schäfer

Die schönsten Langohren der Region präsentierten sich bei der Kreisverbandsschau des KV Odenwald, welche vom KtZV H142 Breuberg-Neustadt am ersten Dezemberwochenende ausgerichtet wurde.

 

Ich staunte nicht schlecht und war im ersten Moment überwältigt, bisweilen sprachlos, als ich die großräumige Ausstellungshalle in Breuberg-Neustadt betrat: „Herbst-allerliebst“, mit einem Hauch vorweihnachtlichen Flair, war diese durch das Organisationsteam um Petra Bohländer eindekoriert und für Besucher und natürlich den vielen Kaninchen gemütlich und heimisch gestaltet worden.

 

Mein erster Blick fiel auf die großzügigen Ausstellungskäfige. Hier mummelten viele kleine Stuppsnäschen genüsslich am frischen Heu, welche sichtlich entspannt wirkten und gelassen durch das Stroh hoppelten. Ihnen ging es spürbar gut und sie strahlten ein gewisses: "Wohlfühl-Ambiente“ aus. Der nun leicht einsetzende Besucherandrang störte diese wohl überhaupt nicht. Es war mir sofort klar, dass hier alle Vorbereitungen mit Liebe zum Detail zum Wohle unserer Mitgeschöpfen: „Kaninchen“ getroffen und verantwortungsbewusst umgesetzt wurden.

 

Natürlich war es mir ein persönliches Anliegen mit ein paar Groschen das kleine „Spenden-Häschen“ an der Eingangstür zu füttern, denn ich ahne, wie viel ehrenamtliche Selbstlosigkeit und Kosten hinter einer solchen Veranstaltung stecken können. Ich bin mir auch sicher, dass mein kleiner Beitrag dort ankommt, wo er auch wirklich gebraucht und benötigt sowie sinnvoll verwendet wird.

 

Um mich bei dieser großen Rasse-Vielfalt besser orientieren zu können, besorgte ich mir schnell noch einen der günstig hinterlegten Ausstellungs-Kataloge bei Kreiszuchtwart Richard Uhrig und begab mich auf die spannende Reise.

 

Eine Reise in die Welt der Kleintierzucht, Liebhaberei und Zuchterfolge, bei welcher durchaus der züchterische Vergleich ebenso eine Rolle spielen mag, wie auch nur das einfache Betrachten und Genießen. Ich denke, der wirtschaftliche Nutzen einstiger Tage steht hierbei schon lange nicht mehr im Vordergrund. Hier heißt es einfach: „Freude am Hobby und Erhaltung der Rassenvielfalt, gespickt mit Hingabe, Verantwortung sowie Engagement zur Zuchtsorgfalt“, wie es Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid in ihrem Grußwort zur Veranstaltung im Ausstellungsführer treffend ausdrückte.

Kreisjugendwart Matthias Schäfer erklärt den Jung-Züchtern, worauf es ankommt.
Kreisjugendwart Matthias Schäfer erklärt den Jung-Züchtern, worauf es ankommt.

Und wahrlich: Die jahrelange züchterische Ambition verwirklicht dato die Präsentation einer breiten Vielfalt an Rassen und Farbenschlägen. Von den kleinen Zwerg-Kaninchen bis hin zum mächtigen „Deutschen Riesen“ war annähernd das gesamte Spektrum der Rassenpalette in der weitläufigen Ausstellungshalle vertreten. Ich war überwältigt. Sichtlich gelassen mümmelten die flauschigen Gesellen um die Gunst der Fach-Juroren und Blicken der Besucher. Von Arroganz oder Nichtbeteiligung keine Spur.

 

Von Havanna bis Alaska sowie Holländern, Lothringern, Burgundern, Wienern und natürlich auch Deutschen Riesen war hier fast alles präsent. Wie an eine Reise um den Globus erinnerte mich mein Rundgang durch die große und ansprechende Ausstellungshalle in Breuberg. Auffällig magische Anziehungskraft hatten allerdings auch schlapp-ohrige Widder und plüschige Löwenköpfchen. Vor deren Käfigen verweilten scharenweise die jüngsten und kleinsten Gäste und erfreuten sich am „Wackeln“ der Nasen.

 

„Die Besucher, und allen voran die Kinder, dürfen unter Aufsicht des jeweiligen Züchter die Kaninchen auch in die Hand nehmen und streicheln“ verkündet Achim Bartmann vom Beerfeldener Kaninchenzuchtverein und ließ hierdurch Kinderherzen höher schlagen. Gerne und freudestrahlend wurde dieses Angebot angenommen.

 

Dass hier viel an die Kinder und Jugendlichen gedacht wurde, belegt auch der Besuch des hiesigen Kindergartens Breuberg-Neustadt und der „Mäusekrippe“ e.V.: „Noch bevor diese Ausstellung für die Besucher ihre Pforten öffnete, durften die Kinder im Beisein ihrer Erzieherinnen und der Ausstellungsleitung am Freitag quasi im „VIP-Status“ nicht nur hinter die Kulissen gucken, sondern auch auf direkte Tuchfühlung mit den Kaninchen gehen“, so Petra Bohländer die erste Vorsitzende des KV Odenwald. Und das finde ich auch toll.

Ausstellungshalle
Ausstellungshalle

Und weiter ging meine Reise durch die faszinierende Kleintierwelt, in welcher ich einfach nur Staunen und mich an der Vielzahl unterschiedlicher Größen, Farbgebungen, Ohrenlängen und Augenfarben erfreuen konnte. Szenekundige Besucher huschten währenddessen fachsimpelnd mit dem Katalog in der Hand von Käfig zu Käfig und verglichen kritisch Aussehen, Rassemerkmale und Punktzahl.

 

„Im Rahmen dieser Ausstellung bekommt der Züchter die Möglichkeit seinen Zuchtstand mit dem von anderen Züchtern zu vergleichen und erhält die Chance seine Rasse zu verbessern. Nur alleine für sich im stillen Kämmerlein zu züchten bringt nicht den nötigen Vergleich. Man kann etwas nur bewerten wenn man ein Vergleich oder Gegenstück dazu hat“, verriet mir Hans Krämer vom KZV Höchst.

 

„Ein Titel oder Preis ist lediglich eine kleine Anerkennung für den Zuchterfolg des Züchters“, so der 2. Vorsitzende und Michelstädter Züchter Heinrich Buchheimer, der mit seinen Kleinchinchilla dabei ist. „Ein Züchter mit Herzblut züchtet nicht aus diesen Beweggründen, sondern vielmehr wegen der Rasseverbesserung u. -erhaltung“.

 

Das fand ich toll, dass die Aussteller als direkter Ansprechpartner vor Ort waren und fachgerechte Auskunft gaben. So konnte auch der Laie oder Anfänger viele interessante und vor allem auch lehrreiche Informationen erlangen.

Petra Bohländer und Rüdiger Holschuh
Petra Bohländer und Rüdiger Holschuh

Es war gerade 14:00 Uhr an diesem Samstag-Nachmittag, als Petra Bohländer alle Anwesende, also Züchter und welche wie ich, zu der offiziellen Eröffnung der Schau in den bestuhlten Vorraum einlud. Sie fand, meiner Meinung nach, genau die richtigen, herzlichen Worte in ihrer Eröffnungsrede und hieß allesamt „Willkommen“. Neben vielen Ehrengästen aus Politik und Gesellschaft waren auch viele Jugendliche und Kinder anwesend. Gerade die Kinder und im Speziellen die im KV Odenwald durchgeführte und geförderte Jugendarbeit hob Rüdiger Holschuh (Mitglied des Landtags in Wiesbaden) in seiner Begrüßungsansprache heraus, bevor er stellvertretend im Namen des Schirmherrn, Landrat Frank Matiaske, die Ausstellung für eröffnet erklärte.

Petra Bohländer, Hans Krämer und Christian Kehrer
Petra Bohländer, Hans Krämer und Christian Kehrer

Nun folgte die Preisverteilung an die einzelnen Züchter. Ich war erstaunt, wie viele Junior-Züchter zu deren Zuchtergebnissen ausgezeichnet werden konnten. Zu Recht erhielten 6 Jugendliche den Titel „Jugendkreismeister 2018“  und durften stolz ihre Sachehrenpreise und Pokale entgegennehmen. Auch im Gesamten 19 Senior-Züchter erreichten mit ihren jeweiligen Zuchtgruppen den Kreismeistertitel und wurden mit sinnvollen Sachehrenpreise für deren weitere Zucht ausgestattet.

 

Die Nadel des Kreisverband Odenwald ist begehrt und wurde an 17 KV-Mitgliedern für langjährige Vereinstreue sowie besondere Leistungen im Ehrenamt verliehen.

Zwergkaninchen Löwenköpfchen von Jung-Züchterin Karina Kiermeier
Zwergkaninchen Löwenköpfchen von Jung-Züchterin Karina Kiermeier

Nach diesem offiziellen Teil der Veranstaltung beschäftigte mich doch noch eine Frage:

 

„Wie wird denn nun so ein Kaninchen bewertet?“ und ich suchte das Gespräch mit Matthias Schäfer, welcher im Kreisverband für die Jugendarbeit zuständig ist.

 

„Die 5 Juroren bewerteten die Tiere streng nach dem Standard, dem aktuellen Nachschlagewerk für aktive Züchter, in dem bis ins Detail festgelegt ist, wie das ideale Kaninchen auszusehen hat. Da geht es nicht allein um Farbe u. Körperbau, sondern auch um das Gewicht oder die Länge der Ohren“, verrät der Kreisjugendwart.

 

Auch Übergewicht wird erkannt und vermerkt. So wird ein Kaninchen von Jung-Züchterin Karina Kiermeier nun wohl auf "Diät" gesetzt. Das kleine Löwenköpfchen brachte ein viertel Pfund zu viel auf die Waage und fiel somit aus der Wertung.

 

Um zukünftige Zuchtfehler zu vermeiden und spezielle Merkmale einzelner Kaninchen zu optimieren, führt Matthias Schäfer regelmäßig „Tierbesprechungen“ mit seinen jugendlichen Züchtern durch. Auch während dieser Veranstaltung hatte er die Gelegenheit genutzt, die Junioren anschaulich am Kaninchen anzuleiten um an die züchterische Bestnote von max. 100 Punkten heranzukommen.  

Ganz nah daran waren die vier "Alaska" von Manuel Naas vom KZV Beerfelden. Der Senior-Züchter stellte mit 387,0 Punkten die beste Zuchtgruppe des Odenwalds und erhielt hierfür den Pokal des hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten. In seiner Zuchtgruppe hatte Manuel 2x das Höchst-Prädikat „vorzüglich“ enthalten und mit 97,5 Pkt. die Beste Häsin der Veranstaltung. Respekt.

 

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass die Zeit zu schnell verstrichen war und mir nur noch wenige Momente für die Einkehr an der kulinarischen Seite der Veranstaltung blieb. Auch hier zeigte sich der Veranstalter bestens vorbereitet und auf das leibliche Wohl der Gäste perfekt abgestimmt. Zu familienfreundlichen Preisen hatte ich ein schmackhaftes Rippchen mit Kraut bestellt und vom frischen, selbstgebackenen Kuchen war auch zur Mitnahme nach Hause reichlich vorhanden.    

Im Fazit kann ich sagen, dass sich es lohnte bei den Kaninchenzüchtern vorbei zu schauen. Ich bekam viele verschiedene Kaninchenrassen gezeigt, kam mit Züchtern ins Gespräch und durfte viel über die Kaninchenzucht, die Haltung u. Gesundheit erfahren.

 

Meiner Einschätzung nach hielt sich auch der Stress (wenn er denn überhaupt vorhanden war) für die Tiere bei dieser sachgerechten Pflege und Obhut in Grenzen. Sie sind nur wenige Tage in der fremden Umgebung und passen sich dort bereits nach wenigen Stunden sehr gut an die örtlichen Gegebenheiten an.

 

Für die kommende 47. Kreisverbandsschau und 32. Kreisverbandsjugendschau der KV Odenwald am 30. November und 01. Dezember 2019 habe ich mir jetzt schon, um es zeitgemäß jugendlich auszudrücken, ein „Safe the date“-Merker im Kalender gesetzt.


Erfolgreiche Preisträger im Beisein von Ehrengästen
Erfolgreiche Preisträger im Beisein von Ehrengästen

46. Kreisverbandsschau und 31. Kreisverbandsjugendschau der Rassekaninchenzüchter Odenwald am 01. und 02. Dezember 2018 in Breuberg-Neustadt

 

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Frank Matiaske fand am 01. u. 02. Dezember 2018 die 46. Kreisverbandsschau und 31. Kreisverbandsjugendschau der Rassekaninchenzüchter im KV Odenwald statt.

 

In der Breuberg-Halle wurden im Gesamten 204 Zuchtkaninchen aus 23 Rassen und Farbenschlägen vorgestellt. 29 Züchterfreunde aus 7 Ortsvereinen beschickten die durch den Kreisverband Odenwald wiederum prächtig organisierte Ausstellung mit ihren Kaninchen-Rassen und konnten unter der Bewertung der fachkundigen Juroren tolle Erfolge verzeichnen.

 

Die fünf Preisrichter bescheinigten den Züchtern aus dem Odenwald erneut ein hohes, züchterisches Niveau. Im Gesamten konnte 6x der Titel: "Jugend-Kreismeister des Odenwaldes" sowie 19x der Titel: Kreismeister des Odenwalds“ an die Züchter verliehen werden.

 

Im Einzelnen:

Kreismeister des Odenwalds (Junioren)

Giovanni Gulino H119 (Deutsche Widder wildfarben / 383,0),

Marco Bartmann H257 (Havanna / 386,5),

Nick u. Tom Hoffmann H122 (Satin Elfenbein RA / 385,5),

Kim Kristin Kiermeier H257 (Rhönkaninchen / 381,5),

Kristina Kiermeier H257 (Perlfeh / 383,5),

Mia-Alesia Sardo H119 (Farbenzwerge wildfarben / 382,0).

 

Alle Jungzüchter erhielten zu individuellen Sachehrenpreisen jeweils einen Kreismeister-Pokal sowie Kaninchen-Futter verschiedener Anbieter für ihre Zucht.
  

Kreismeister des Odenwalds (Senioren)

Alfred Kirsch H119 (Deutsche Riesen wildfarben / 381,0),

Hans Krämer H119 (Deutsche Widder wildfarben / 383,5),

Franz Reif H119 (Burgunder / 383,5),

Willi Reeg H89 (Blaue Wiener / 382,0),

Wolfgang Erz H122 (Blaugraue Wiener / 384,0),

Matthias Krämer H119 (Graue Wiener dunkelgrau / 384,0),

Manuel Naas H257 (Alaska / 387,0),

Kätha u. Anton Hoffmann H122 (Satin Elfenbein RA / 386,0),

Hans Schmidt H122 (Castor-Rexe / 383,0),

Werner Volk H122 (Kleinschecken schwarz-weiß / 380,0),

Adolf Müller H257 (Kleinwidder wildfarben / 382,5),

Wolfgang Erz H122 (Deutsche Kleinwidder blaugrau / 382,0),

Heinrich u. Stephan Buchheimer H36 (Kleinchinchilla / 386,0),

Horst Stellwag H257 (Perlfeh / 386,5),

Renate Schäfer H122 (Lohkaninchen schwarz / 384,5),

Alexandra Schweizer H250 (Lohkaninchen fehfarbig / 379,5),

Manuel Naas H257 (Kastanienbraue Lothringer / 383,0),

Karl-Heinz Vay H250 (Zwergwidder thüringerfarbig / 381,0),

Richard u. Lothar Uhrig H122 (Zwergwidder wildfarben-weiß / 382,0).

 

Auch die Senior-Züchter wurden mit Sachehrenpreise für ihre Erfolge ausgezeichnet.

 

Im Rahmen der Veranstaltung war es der ersten Vorsitzenden, Petra Bohländer, eine besondere Freude 17 Mitgliedern aus dem Kreisverband mit der „Ehrennadel des KV Odenwald“ für langjährige Mitgliedstreue und besondere Leistungen auszuzeichnen zu können.

 

Die durch den Kreisverband Odenwald wiederum prächtig organisierte Ausstellung bietet hervorragende Möglichkeiten des Vergleichs, gibt Anregungen für die eigene züchterische Arbeit und ermöglicht vielfältige Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch. Zweifellos hatte diese Veranstaltung erneut dazu beigetragen die Arbeit der Züchter mit vielen Informationen und Impulsen zu bereichern.

 

Der KV der Rassekaninchenzüchter Odenwald gratuliert seinen Züchtern und wünscht weiterhin „Gut Zucht“. 


Klein-Chinchilla
Klein-Chinchilla

Kindergarten Breuberg-Neustadt und Kinderkrippe "Mäusebande" e.V. auf Kaninchenbesuch

 

Es war ein spannender Freitag-Vormittag für die kleinen Tierfreunde des Kindergartens Breuberg-Neustadt und der Kindergrippe Mäusebande e.V. Denn Heute hieß es: „Wir besuchen die Kaninchen in der Breuberg-Halle“.

 

Und tatsächlich: Über 200 Rassekaninchen waren zum ersten Dezemberwochenende anlässlich der Kreisverbandsschau 2018 durch viele Züchter des Odenwalds zusammengekommen und warteten auf  Streicheleinheiten.

 

Noch bevor diese Ausstellung für die Besucher ihre Pforten öffnete, durften die Kinder im Beisein ihrer Erzieherinnen und der Ausstellungsleitung quasi im „VIP-Status“ nicht nur hinter die Kulissen gucken, sondern auch auf direkte Tuchfühlung mit den Kaninchen gehen.

 

„Wir freuen uns sehr so viele junge Gäste begrüßen zu dürfen. In Absprache mit dem Erzieher-Team wollen wir den Kindern Sensibilität und Achtsamkeit vor Leben vermitteln und dazu gehört auch der richtige Umgang mit Tieren, insbesondere Haustieren. Und eben solche „hautnahe“ Begegnungen schärft sie in ihrer Empathiefähigkeit!“, so Petra Bohländer die erste Vorsitzende des Kreisverbands Odenwald.

 

Sichtlich entspannt genossen es die Langohren im Rampenlicht zu stehen. Friedlich sitzt ein Zwerg-Kaninchen im Käfig, mümmelt genüsslich sein Futter und hoppelt durch das Stroh, von Arroganz keine Spur.  Schon mehr Respekt flößt den Kindergartenkindern ein Exemplar der „Deutschen Riesen“ ein. Stolze zehn Kilo bringt solch einer auf die Waage.

 

„Haben alle Hasen so ein weiches Fell,“ fragt ein fünfjähriges Mädchen. „Ja, Kaninchen und Hasen haben alle ein sehr weiches Fell“, antwortet Heinrich Buchheimer, und dann erzählt er von den Unterschieden zwischen Hasen und Kaninchen. Ein Hase kommt sehend und mit Fell  und ein Kaninchen blind und nackt auf die Welt. In der Natur, also auf dem Feld gräbt sich ein Kaninchen gerne einen Tunnel und geht unter die Erde, ein Hase lebt sozusagen über der Erde.

 

Auch Kreisjugendwart Matthias Schäfer ließ keine Frage unbeantwortet. Fragen beispielsweise über das Futter der Kaninchen, aber auch, warum das Kaninchen mit der Nase „wackelt?“. Die Kinder erfuhren, dass ein Kaninchen  ein spezielles Mischfutter frisst (Kaninchenmüsli) sowie Pressfutter, Heu und natürlich frisches Wasser braucht. Ein Hauskaninchen muss regelmäßig gebürstet und die Krallen müssen gepflegt werden. Regelmäßige Käfigsäuberung  ist ebenfalls wichtig.

 

Das Highlight für die Kinder, so möchten wir behaupten, war jedoch das Streicheln der Tiere bzw. das auf dem Schoss haben und Füttern.

 

Alles in allem kann man behaupten, daß dieser Tag für die Kinder, Erzieher aber auch für uns viel Spaß brachte. Der KV Odenwald möchte sich an dieser Stelle bei den Verantwortlichen und dem Erzieherteam der beiden Kindergruppen recht herzlich dafür bedanken, dass wir den Kindern unsere Kaninchen vorstellen durften. Wir würden uns über ein Wiedersehen im kommenden Jahr sehr freuen.


Kreis-Grilltag 2018 in Rai-Breitenbach
Kreis-Grilltag 2018 in Rai-Breitenbach

Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Odenwald – Grillfest 2018  

 

Ein aktives Vereinsleben wird im KV Odenwald nicht nur durch züchterische sondern auch durch gesellschaftliche Aktivitäten geprägt. So auch das gemeinsame Grillfest, was in erster Linie dem Gemeinschaftssinn, der Verbundenheit und der persönlichen Kommunikation dienen soll.

 

„Petrus hatte wohl von unserem Grillfest erfahren und uns bestes spätsommerliches Wetter beschert. Über 40 Gäste konnten wir bei unserem Grillfest im September 2018 in Rai-Breitenbach willkommen heißen“, resümierte die 1. Vorsitzende des KV Odenwald Petra Bohländer am späten Sonntag-Nachmittag und zeigte sich sichtlich zufrieden.

 

 

Doch der Reihe nach …

 

… wenn am und um das Vereinsheim des „Schützenverein Rai-Breitenbach“, mit welchem wir im besten freundschaftlichen Verhältnis stehen, Tische und Bänke aufgestellt, Kinder ihre Spielsachen ausbreiten und durch die Erwachsenen die Grillecke hergerichtet wird, dann ist es wieder soweit: Der KVO läd` zum gemeinsamen Grillfest ein.

 

Das perfekt organisierte Grillfest startete offiziell um 11:30 Uhr. Bald waren alle verfügbaren Sitzplätze besetzt und Jeder hatte etwas Leckeres für das reichhaltige Buffet mitgebracht. Zahlreiche Gaumenfreuden und vielfältige Salate brauchten den Vergleich mit einem Gourmet-Restaurant nicht zu scheuen.

 

Während die Kids sich im weitläufigen Gelände austobten, fand durch die Erwachsenen ein reger, bisweilen hochgradig humorvoller und lustiger, Gesprächsaustausch statt. Es wurde nicht nur „Kaninchen-Latein“ gesprochen, auch allgemeine Themen wurden diskutiert und ließen es dem Betrachter sehr „familiär“ erscheinen.

 

Man sah den Anwesenden an, dass dieses zwanglose Zusammentreffen gefiel und man ließ es sich bei diesem Ambiente einfach gut gehen.

 

Werner Volk und Petra Bohländer betätigten sich als Grillmeister-Team und schon bald lag der Geruch von gegrillten Steaks und Bratwürsten in der Luft. Punktgenau wurde das Grillgut aus der mächtigen Glut geholt und fand reisenden Absatz. Wie auch die durch die Mitglieder selbstgebackenen Süßigkeiten, welche als Dessert serviert wurden.

Die Zeit verging im Flug.

 

Ein leicht gebräuntes Knoblauchbrot auf einem sonst leeren Grill deutet auf ein wieder rundum gelungenes Grillfest hin. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle an der angefachten Lagerfeuerstelle einig, erneut einen wunderschönen Tag erlebt zu haben.

 

"Ein Dank geht an alle Helfer und Gäste, die diesen wunderschönen, entspannten Nachmittag bei unseren Freunden des Schützenvereins Rai-Breitenbach möglich gemacht haben", so Petra Bohländer.

 

Auch wenn die Veranstaltung erneut als voller Erfolg zu werten ist, heißt es für den KVO nicht, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Vielmehr laufen jetzt schon die Vorbereitungen für die Kreis- u. Kreisjugendschau am ersten Dezemberwochenende 2018 in Breuberg-Neustadt auf Hochtouren, für welche wir jetzt schon „herzlich“ einladen wollen.


Kleintierzüchterehrung 2018 in Bad König
Kleintierzüchterehrung 2018 in Bad König

 Echo online 11. August 2018

 

Odenwälder Kleintierzüchter verdient um die "Offline-Welt"

   

„Hinter Ihren Zuchterfolgen steckt ganzjährige Arbeit und viel Wissen“, lobte Landrat Frank Matiaske die Gewürdigten bei der 32. Kleintierzüchterehrung des Odenwaldkreises in Bad König. Der Einsatz der Züchter sorge für den Erhalt alter Rassen, außerdem bekämen junge Leuten den richtigen Umgang mit Tieren vermittelt und lernten, Verantwortung zu übernehmen. Bürgermeister Uwe Veith zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die Züchter die „Offline-Welt“ am Leben erhielten.

 

Auch Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh schloss sich den Dankesworten an und betonte die Bedeutung des Ehrenamts. Die anschließend vergebenen Trophäen waren von der Fachschule für das Holz- und Elfenbein verarbeitende Handwerk am Beruflichen Schulzentrum in Michelstadt extra angefertigt worden. Deutlich wurde bei der Ehrung zudem, so schreibt der Kreis, dass die Kleintierzucht ein generationsübergreifendes Hobby ist. Gastgeber des Abends waren der MGV, der mit seinem gemischten Chor für den musikalischen Auftakt sorgte, und die Sportgemeinschaft Nieder-Kinzig – zwei Vereine, die eng zusammenarbeiten. Für die Organisation waren Markus Fabian und Hiltrud Geyer von der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises zuständig. Ihren Einsatz für das Ehrenamt im Allgemeinen und die Kleintierzüchter im Speziellen lobte Willi Kreher vom Kreisverband der Vogelzüchter Vorderer Odenwald.

 

Für ihre nationalen wie internationalen Erfolge 2017 wurden anschließend mit Trophäen ausgezeichnet:

 

Kaninchenzüchter

Stufe 4: Marco Bartmann (Rothenberg), Klaus Bondes (Oberzent), Horst Stellwag (Oberzent), Manuel Naas (Oberzent), Matthias Krämer (Groß-Umstadt), Selina Mahla (Bad König).

 

Stufe 2: Zuchtgemeinschaft Heinrich und Stephan Buchheimer (Michelstadt), Wolfgang Erz (Bad König), Matthias Schäfer (Bad König), Kim Kristin Kiermeier (Oberzent), Kristina Romy Kiermeier (Oberzent).

 

Stufe 1: Willi Schüler (Höchst), Mia-Alesia Sardo (Groß-Umstadt).


Lochmühle 2018
Lochmühle 2018

Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Odenwald

 

Ausflug der Jung-Züchter am 16. Juni 2018 zur „Lochmühle“ Wehrheim

 

Die wundervolle Natur erleben, den unmittelbaren Kontakt mit Tieren haben, gemeinsam mit Freunden zusammen sein und herumtollen zu dürfen, das waren die grundlegenden Bausteine zur Durchführung des diesjährigen Tagesausflugs. Und genau dies vereinigt die traditionelle „Lochmühle“  bei Wehrheim im Hinter-Taunus und bietet zusätzlich individuelle Entfaltungsmöglichkeiten für Groß und Klein.

 

Warum denn weit reisen? Gerade einmal eine Autostunde von unserem diesjährigen Ausgangspunkt Bad König entfernt liegt in einem malerischen Tal die erstmalig im 13. Jahrhundert als Getreidemühle erwähnte „Lochmühle“.

 

„Getreidemühle?“ fragen die Jung-Züchter leicht irritiert. „Weit gefehlt …“ löst Richard Uhrig das Rätsel: Der Kreiszuchtwart erklärt, wie die ehemalige Mühle mit landwirtschaftlichem Betrieb in den 50er-Jahren durch Zukauf von Pferden zum Ponyhof und folglich durch abgestimmte Investitionen zu einem unverwechselbaren Freizeit-Park in ländlicher Umgebung sinnvoll erweitert wurde.

 

Die Kreisvorsitzende Petra Bohländer ergänzt und steigert hierbei die Vorfreude: „Neben rund 100 Fahrgeschäften und Spiel-Geräten können wir auf der Wiese herumtollen, mit einheimischen Tieren im Streichelzoo spielen oder mit etwas Glück sogar Küken beim Schlüpfen beobachten.“

 

Bepackt mit allerlei Essen und Trinken, Frohen Mutes und mit bester Laune startete die 17köpfige Ausflugsgruppe am frühen Samstag-Morgen in Richtung Nord-West. Während der Fahrt verriet Kreisjugendwart Matthias Schäfer, dass er für alle ein tolles Picknick-Pavillion mit eigenem Grillplatz angemietet hat und seine Grillkünste um die Mittagszeit unter Beweis stellen wird.

 

Alle waren freudig aufgeregt und gespannt. Dort angekommen, wollten alle sofort gemeinsam den Park erkunden und am liebsten alles gleichzeitig ausprobieren. So konnte man in eine  Achterbahn steigen, Karussell fahren oder mit dem Polo-Express eine Fahrt durch den gesamten Park machen. Auch Klettergerüste, Hüpfburgen und Spaßfahrräder wurden ausprobiert. Selbst Petra ließ es sich nicht nehmen die große Riesenrutsche hinunter zu saußen. Ein Riesenspaß. Im Streichelzoo hat man Ziegen, Schafe, Hühner und sogar Kaninchen füttern oder einfach nur still beobachten können. 

 

Kurzweilig war der Aufenthalt und Matthias Grillkünste hielten was er versprach.

 

Am späten Nachmittag, nach einem schmackhaften Picknick, ging es mit viel Impressionen, Eindrücken und Erlebnissen zurück in Richtung Odenwald. So mancher der erwachsenen Betreuer ist an diesem Ausflugtag der Jungzüchter selbst wieder zum Kind geworden.

 

Es muss nicht immer eine Reise sein - auch ein Tagesausflug belebt und fördert den Zusammenhalt. Auch wenn Matthias gerne Grillgut für mehr Teilnehmer aufgelegt hätte.