Kleintierzüchterehrung 2018 in Bad König
Kleintierzüchterehrung 2018 in Bad König

 Echo online 11. August 2018

 

Odenwälder Kleintierzüchter verdient um die "Offline-Welt"

   

„Hinter Ihren Zuchterfolgen steckt ganzjährige Arbeit und viel Wissen“, lobte Landrat Frank Matiaske die Gewürdigten bei der 32. Kleintierzüchterehrung des Odenwaldkreises in Bad König. Der Einsatz der Züchter sorge für den Erhalt alter Rassen, außerdem bekämen junge Leuten den richtigen Umgang mit Tieren vermittelt und lernten, Verantwortung zu übernehmen. Bürgermeister Uwe Veith zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die Züchter die „Offline-Welt“ am Leben erhielten.

 

Auch Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh schloss sich den Dankesworten an und betonte die Bedeutung des Ehrenamts. Die anschließend vergebenen Trophäen waren von der Fachschule für das Holz- und Elfenbein verarbeitende Handwerk am Beruflichen Schulzentrum in Michelstadt extra angefertigt worden. Deutlich wurde bei der Ehrung zudem, so schreibt der Kreis, dass die Kleintierzucht ein generationsübergreifendes Hobby ist. Gastgeber des Abends waren der MGV, der mit seinem gemischten Chor für den musikalischen Auftakt sorgte, und die Sportgemeinschaft Nieder-Kinzig – zwei Vereine, die eng zusammenarbeiten. Für die Organisation waren Markus Fabian und Hiltrud Geyer von der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises zuständig. Ihren Einsatz für das Ehrenamt im Allgemeinen und die Kleintierzüchter im Speziellen lobte Willi Kreher vom Kreisverband der Vogelzüchter Vorderer Odenwald.

 

Für ihre nationalen wie internationalen Erfolge 2017 wurden anschließend mit Trophäen ausgezeichnet:

 

Kaninchenzüchter

Stufe 4: Marco Bartmann (Rothenberg), Klaus Bondes (Oberzent), Horst Stellwag (Oberzent), Manuel Naas (Oberzent), Matthias Krämer (Groß-Umstadt), Selina Mahla (Bad König).

 

Stufe 2: Zuchtgemeinschaft Heinrich und Stephan Buchheimer (Michelstadt), Wolfgang Erz (Bad König), Matthias Schäfer (Bad König), Kim Kristin Kiermeier (Oberzent), Kristina Romy Kiermeier (Oberzent).

 

Stufe 1: Willi Schüler (Höchst), Mia-Alesia Sardo (Groß-Umstadt).


Lochmühle 2018
Lochmühle 2018

Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Odenwald

 

Ausflug der Jung-Züchter am 16. Juni 2018 zur „Lochmühle“ Wehrheim

 

Die wundervolle Natur erleben, den unmittelbaren Kontakt mit Tieren haben, gemeinsam mit Freunden zusammen sein und herumtollen zu dürfen, das waren die grundlegenden Bausteine zur Durchführung des diesjährigen Tagesausflugs. Und genau dies vereinigt die traditionelle „Lochmühle“  bei Wehrheim im Hinter-Taunus und bietet zusätzlich individuelle Entfaltungsmöglichkeiten für Groß und Klein.

 

Warum denn weit reisen? Gerade einmal eine Autostunde von unserem diesjährigen Ausgangspunkt Bad König entfernt liegt in einem malerischen Tal die erstmalig im 13. Jahrhundert als Getreidemühle erwähnte „Lochmühle“.

 

„Getreidemühle?“ fragen die Jung-Züchter leicht irritiert. „Weit gefehlt …“ löst Richard Uhrig das Rätsel: Der Kreiszuchtwart erklärt, wie die ehemalige Mühle mit landwirtschaftlichem Betrieb in den 50er-Jahren durch Zukauf von Pferden zum Ponyhof und folglich durch abgestimmte Investitionen zu einem unverwechselbaren Freizeit-Park in ländlicher Umgebung sinnvoll erweitert wurde.

 

Die Kreisvorsitzende Petra Bohländer ergänzt und steigert hierbei die Vorfreude: „Neben rund 100 Fahrgeschäften und Spiel-Geräten können wir auf der Wiese herumtollen, mit einheimischen Tieren im Streichelzoo spielen oder mit etwas Glück sogar Küken beim Schlüpfen beobachten.“

 

Bepackt mit allerlei Essen und Trinken, Frohen Mutes und mit bester Laune startete die 17köpfige Ausflugsgruppe am frühen Samstag-Morgen in Richtung Nord-West. Während der Fahrt verriet Kreisjugendwart Matthias Schäfer, dass er für alle ein tolles Picknick-Pavillion mit eigenem Grillplatz angemietet hat und seine Grillkünste um die Mittagszeit unter Beweis stellen wird.

 

Alle waren freudig aufgeregt und gespannt. Dort angekommen, wollten alle sofort gemeinsam den Park erkunden und am liebsten alles gleichzeitig ausprobieren. So konnte man in eine  Achterbahn steigen, Karussell fahren oder mit dem Polo-Express eine Fahrt durch den gesamten Park machen. Auch Klettergerüste, Hüpfburgen und Spaßfahrräder wurden ausprobiert. Selbst Petra ließ es sich nicht nehmen die große Riesenrutsche hinunter zu saußen. Ein Riesenspaß. Im Streichelzoo hat man Ziegen, Schafe, Hühner und sogar Kaninchen füttern oder einfach nur still beobachten können. 

 

Kurzweilig war der Aufenthalt und Matthias Grillkünste hielten was er versprach.

 

Am späten Nachmittag, nach einem schmackhaften Picknick, ging es mit viel Impressionen, Eindrücken und Erlebnissen zurück in Richtung Odenwald. So mancher der erwachsenen Betreuer ist an diesem Ausflugtag der Jungzüchter selbst wieder zum Kind geworden.

 

Es muss nicht immer eine Reise sein - auch ein Tagesausflug belebt und fördert den Zusammenhalt. Auch wenn Matthias gerne Grillgut für mehr Teilnehmer aufgelegt hätte.